Unsere Veröffentlichungen

Wir veröffentlichen Statements zu aktuellen Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe, geben sehr gute Bachelor- und Masterarbeiten zu unserem Bereich heraus und veröffentlichen eigene Fachbücher und Studien.

Statements

In dieser Statementreihe werden prägnante Informationen zu ausgewählten Themen in Kurzfassung als Grundlage für Diskussionen und Fachgespräche veröffentlicht.

Mädchen* und junge Frauen* in Sachsen-Anhalt vor der Landtagswahl 2026.

Die LAG Mädchen* und junge Frauen* Sachsen-Anhalt setzt sich für die Interessen und Teilhabe von Mädchen* und jungen Frauen* in ihrer Vielfalt ein. Ein zentrales Anliegen ist es, den anhaltenden Wegzug insbesondere junger und gut ausgebildeter Frauen* aus Sachsen-Anhalt zu thematisieren und wirksame Gegenstrategien aufzuzeigen.

Mangelnde berufliche Perspektiven, unzureichende Betreuungsangebote, fehlende Sicherheit im öffentlichen Raum sowie unzureichend geschlechtersensible Strukturen beeinflussen die Lebensrealitäten vieler Mädchen* und junger Frauen*. Die Folgen reichen von einem unausgeglichenen Geschlechterverhältnis bis hin zu Herausforderungen für Gleichstellung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die nachhaltige Entwicklung des Landes.

Das vorliegende Statementpapier formuliert zentrale Forderungen und Handlungsempfehlungen für eine geschlechtergerechte und zukunftsfähige Politik in Sachsen-Anhalt.


Die „Loverboy“-Methode 

Erkennen, benennen und entschieden handeln.

Zwangsprostitution und Menschenhandel sind Themen, die viele Menschen aus Sachsen-Anhalt nicht mit ihrem sozialen Umfeld in Beziehung setzten. Dass diese Formen der Ausbeutung auch hierzulande und oft im unmittelbaren Umfeld stattfinden, ist für viele sehr schwer vorstellbar. Doch gerade diese Nähe macht das Thema so brisant und eine nachhaltige Aufklärung und ein entsprechendes Handeln um so wichtiger für Kinder und Jugendliche.

Die sogenannte “Loverboy”-Methode steht exemplarisch für eine besonders perfide Form der Manipulation, bei der Täter emotionale Abhängigkeit gezielt als Mittel zur Kontrolle und Ausbeutung einsetzen. Sie knüpfen dort an, wo junge Menschen am verletzlichsten sind: bei ihren Sehnsüchten nach Liebe, Nähe und Anerkennung.


Antifeminismus

Erkennen, benennen und entschieden handeln.

Antifeministische Einstellungen und Narrative gewinnen zunehmend an gesellschaftlicher Sichtbarkeit – auch in den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. Sie fördern Ausgrenzung, verfestigen diskriminierende Rollenbilder und stehen demokratischen Grundwerten entgegen.

Für die Kinder- und Jugendhilfe ergibt sich daraus ein klarer Auftrag: junge Menschen in ihrer Selbstbestimmung zu stärken, Vielfalt zu fördern und sie dabei zu unterstützen, diskriminierende und demokratiefeindliche Ideologien kritisch zu hinterfragen.

Mit diesem Statement positionieren wir uns für eine Kinder- und Jugendhilfe, die Gleichstellung, Vielfalt und demokratische Teilhabe aktiv schützt und stärkt.


Breaking Boundaries

Sport als Methode in der Arbeit mit Jungen*.

Sport und Kinder- und Jugendhilfe scheinen gut zusammenzupassen, da sie ähnliche Themengebiete berühren. Es geht um das Ausleben von Leidenschaften, Grenzerfahrungen, Begegnungen in Gruppen oder auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. Das Gefühl der Niederlage und des Triumphes liegen dicht nebeneinander und immer gilt es abzuwägen, was bin ich bereit zu riskieren.

Doch reicht die gegenwärtige Ausgestaltung von sportlichen Aktivitäten in Einrichtungen von Kindern und Jugendlichen aus, und wie sollten sportliche Aktivitäten in der Kinder- und Jugendhilfe ausgerichtet und eingebettet sein, um diese als pädagogisch wertvoll zu legitimieren?

Dieser Frage soll sich im hier vorliegenden Statement zugewandt werden.


Queerfeindlichkeit

Von politischer Angende in die pädagogische Praxis.

Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Zeit multipler gesellschaftlicher Krisen auf, in der antifeministische und queerfeindliche Narrative zunehmend an Sichtbarkeit gewinnen. Diese bieten scheinbar einfache Erklärungen für komplexe Veränderungen, indem sie Gleichstellung und Vielfalt infrage stellen und insbesondere queere Menschen zu Sündenböcken machen. Dabei werden diskriminierende und oft unwahre Behauptungen verbreitet, die sich auch über politische, religiöse und digitale Räume hinweg verfestigen.
Für die Kinder- und Jugendhilfe ergibt sich daraus ein klarer Auftrag: Sie steht in der Verantwortung, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu selbstbestimmten Persönlichkeiten zu stärken, ihnen Schutz vor Diskriminierung zu bieten und demokratische Werte aktiv zu vermitteln.

Dieses Statement setzt ein klares Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung und eine diskriminierungskritische Kinder- und Jugendhilfe.


Weitere Statements von uns

Forschungsreihe

Der KgKJH e.V. veröffentlicht in einer eigenen Forschungsreihe ausgewählte wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden der Sozialen Arbeit. Die Broschüren sind innerhalb Sachsen-Anhalts kosten- und versandkostenfrei erhältlich. Außerhalb Sachsen-Anhalts sind die Broschüren zum Preis von 5,00 Euro zzgl. Porto über die Geschäftsstelle des KgKJH zu beziehen.

Sexuelle Grenzverletzungen durch Jungen* in der stationären Jugendhilfe. Geschlechterreflektierende Jungen*arbeit als Prävention von sexualisierter Gewalt

Leonhard Heider, geboren 1996 in Würzburg, absolvierte nach seiner Schulzeit am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Gernsbach eine Ausbildung zum Maurer und engagierte sich anschließend in einem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Kinderbe-treuung. Danach nahm er ein Bachelor-Studium der Sozialen Arbeit an der Hochschule Merseburg auf, in dessen Verlauf er sich mit verschiedenen sozialpädagogischen Themen auseinandersetzte. Besonders interessierte er sich für geschlechter-reflektierte Kinder- und Jugendarbeit.

Seine Abschlussarbeit widmete er dem Thema „Sexuelle Grenzverletzungen durch Jungen* in der stationären Jugendhilfe: Geschlechterreflektierende Jungen *arbeit als Prävention von sexualisierter Gewalt“. Im Rahmen qualitativer Forschung beschäftigte er sich mit dem sozialpädagogischen Umgang mit sexualisierter Gewalt in stationären Einrichtungen.

Seit seinem Studienabschluss im Jahr 2024 arbeitet er als Betreuer in einer Kindertagesstätte in Basel, Schweiz. Dort begleitet und unterstützt er Kinder in ihrer frühkindlichen Entwicklung und fördert sie pädagogisch.

Angeregt durch seine berufliche Praxis und wissenschaftliche Auseinandersetzung plant er ein Masterstudium der Sexualwissenschaft in Zürich aufzunehmen. Damit möchte er sein Fachwissen vertiefen sowie weiterführende pädagogische und beratende Kompetenzen erwerben.

Diskriminierungserfahrungen junger trans* Personen in der stationären Jugendhilfe

Sabrina Huhn (Pronomen sie/ihr) wurde 1991 in Bad Honnef geboren. Nach dem Bachelorstudium Heilpädagogik an der Universität zu Köln arbeitete sie als pädagogische Fachkraft und Teamkoordination in einer Intensiv-Wohngruppe. 2021 wechselte sie zur outback Stiftung und eröffnete das outback Jugendhotel, eine nied-rigschwellige Wohnform für riskant agierende Jugendliche und junge Volljährige in Köln. Dort ist sie bis heute tätig.

Neben dieser Tätigkeit als Einrichtungsleitung studierte Sabrina Huhn Rehabilitati-onswissenschaften (M.A.) an der Universität zu Köln und schloss das Studium 2024 mit der vorliegenden Arbeit ab. Ihre Forschungsarbeiten und Publikationen beschäftigen sich mit den Themen Hoch-Risiko-Klientel, stationäre Jugendhilfe, Fach-kommunikation in der Sozialen Arbeit, Gender und Queer Studies sowie Diskrimi-nierungsforschung.

Kontakt: huhn@outback-stiftung.de

„Danke an meine bezaubernde Tochter und an die vier jungen Menschen, die mit ihrer Offenheit und ihrer Bereitschaft über ihre Erfahrungen zu sprechen, diese Arbeit überhaupt möglich gemacht haben.“

Jungen*bilder sichtbar machen – Eine qualitative Analyse von Leitlinien der Jungen(*)arbeit in Deutschland

Lino Köhler wurde 1989 in Darmstadt geboren. In Berlin absolvierte er eine Erzie-herausbildung und sammelte anschließend in einem Kinderladen vielfältige Berufserfahrung. 2024 schloss er seinen Bachelor der Sozialen Arbeit ab. Außerdem ist er Fotograf. Seit 2009 lebt er in Berlin.

Seit seiner Jugend setzt sich Lino Köhler mit den Zuschreibungen und Erwartungen von Geschlechterrollen auseinander. Als Kind von politischen Eltern konnten feste Rollen hinterfragt, Alternativen ausprobiert und diskutiert werden.

In seiner Arbeit als Erzieher waren frühkindliche Sexualität sowie Geschlecht in der frühen Kindheit ein wiederkehrendes Thema für ihn. Seitdem stehen geschlechter-reflektierende Jungen arbeit im Gruppenkontext, die Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen und Bilder von Männlichkeiten online und offline im Mittelpunkt seiner Arbeit.

Derzeit ist Lino Köhler beim freien Träger Dissens – Pädagogik und Kunst im Kontext gGmbH pädagogisch, leitend und koordinierend in der Sozialen Gruppenarbeit sowie bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. in einem Bildungsprojekt zum Thema Manosphere und Maskulinismus im Internet tätig.

„I want to skate free!“: Potenziale selbstinitiierter FLINTA-Skate-Projekte für feministische Mädchenarbeit

Pauline Bender wurde 1993 in Troisdorf bei Bonn geboren.

Nach einem Auslandsjahr in Frankreich nahm sie 2014 ein Psychologiestudium in Leipzig auf. 2015 entschied sie sich, das Studium zu beenden und eine Ausbildung im Gemüsebau zu beginnen, die sie 2019 abschloss.

Im selben Jahr nahm sie das Studium der Sozialen Arbeit an der Hochschule Merseburg auf. Hier wählte sie ihre Schwerpunkte vor allem in den Bereichen Beratung und Sexualität. Ihr Praxissemester absolvierte sie zur Hälfte in einer Mädchenwohngruppe des Wildwasser e.V. in Berlin und zur anderen Hälfte bei Offener Dialog e.V. in Leipzig, einer Beratungsstelle für Menschen in psychosozialen Krisen. 2023 schloss sie ihr Studium mit einer Bachelorarbeit über die Potenziale von FLINTA*-Skate-Projekten für feministische Mädchen*arbeit ab.

Parallel zum Studium war Pauline Bender ehrenamtlich tätig im Bildungs-projekt des Rosalinde e.V., einem Schulprojekt, das Themen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt in Schulklassen thematisiert.

Seit 2020 leitet sie gelegentlich Skateworkshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im soziokulturellen Zentrum Heizhaus in Leipzig Grünau an.

Aktuell ist sie beruflich in der persönlichen Assistenz tätig und wird im folgenden Jahr eine Ausbildung zur Mediatorin aufnehmen.

Mädchen und Solosexualität – Entwicklung einer sexualpädagogischen Methode zum Thema Solosexualität für Mädchen

Magdalena Mair studierte den Bachelorstudiengang Erziehungswissenschaft an der Universität Augsburg. Während eines Praktikums in der Sexualpädagogik konnte sie einen Einblick in diverse sexualpädagogische Workshops und Fortbildungen gewinnen. In der persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Sexualität stellte sie fest, dass beim Thema Selbstbefriedigung noch viel Unwissenheit und Sprachlosigkeit herrscht. Besonders Mädchen sind hierbei oft unsichtbar und werden weniger thematisiert als Jungen. Gleichzeitig möchte sie verstehen, wie verschiedene gesellschaftliche, politische, ethische, kulturelle und religiöse Dynamiken beim Thema Selbstbefriedigung zusammenspielen und wie Mädchen in ihrer Individualität im Spannungsfeld zwischen Privatheit und Öffentlichkeit begleitet werden können.

In der Arbeit werden zwei Sexualpädagoginnen zu ihren Erfahrungen mit Selbstbefriedigung und Mädchen befragt. Darauf aufbauend wurde eine sexualpädagogische Methode entwickelt, die Solosexualität in den Fokus rückt und für Mädchen im Alter von 14 bis 17 Jahren anwendbar ist. Bei der Recherche kamen spannende und erschreckende Aspekte aus der Geschichte der Selbstbefriedigung zutage, die die heutige Tabuisierung und Handlungsunfähigkeit erklärbar machen.

Die Bachelorarbeit war für Magdalena Mair eine Herausforderung, die sie in ihrem Berufswunsch, Sexualpädagogin zu werden, bestärkt hat. Heute studiert sie an der Universität Innsbruck den Masterstudiengang „Gender, Kultur und Sozialer Wandel“.

„Ich möchte mich bei meiner Betreuerin, meiner Familie, meinen Freund:innen und meinem Partner für ihre Unterstützung und Inspiration bedanken. Über Austausch und Feedback freue ich mich sehr.“

Schutzraum oder Stigmatisierung – LSBTI*-Kinder und Jugendliche in einer speziellen Wohnform der HzE: “Queer WG”

Annika Tropschug, geboren am 29.10.1997 in Cloppenburg. Sie studierte den Bachelorstudiengang Soziale Arbeit an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Im Zuge ihres ersten Praxissemesters beim Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V. im Bereich des Medienkoffers „Geschlechtervielfalt“ ist die Idee aufgekommen, ein Konzept für die „Queer WG“ mit dem Ziel der Etablierung in Magdeburg zu entwickeln. Da Sachsen-Anhalt einen abzudeckenden und komplexen Bedarf bezüglich einer LSBTI*-Zielgruppe in den Hilfen zur Erziehung aufweist, bedarf es hier strikten Handelns. Nach diversen Gesprächen mit freien und öffentlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe wurden vermehrt Annahmen zu einer befürchteten Stigmatisierung sowie einer verstärkten Marginalisierung durch die WG geäußert.

Aus diesem Anlass widmete sich die Autorin in ihrer Bachelorthesis der Thematik:

„Schutzraum oder Stigmatisierung – LSBTI*-Kinder und Jugendliche in einer speziellen Wohnform der HzE: ‚Queer WG‘“. Ziel dieser Arbeit war es unter anderem, der Zielgruppe Gehör zu verschaffen, um ihre Ansichten und Meinungen erfahren zu können. Sozialarbeiterisches Handeln heißt auch, mit der Zielgruppe, anstatt über sie, zu reden, wenn das Ziel, die Verbesserung ihrer Lebenswelt, erreicht werden soll.

Aus der Rolle fallen – Die Clownin als feministische Figur und emanzipatorische Impulsgeberin ein theaterpädagogischer Zugang

Jahrgang 1952. Geboren in Wien. Beruf: Bis 2013 Lehrerin an einer Hauptschule bzw. Neuen Mittelschule in Salzburg.

Schon als junge Frau und Mutter dreier, jetzt erwachsener, Kinder hatte sie großes Interesse an der Frauenbewegung und an feministischen bzw. emanzipatorischen Strömungen. In den 70ern dahingehend sozialisiert. In jener Zeit in autonomen Frauengruppen aktiv tätig.

Ausbildung zur Spiel- und Gestaltpädagogin, da sie als Lehrerin gerne spielerisch mit SchülerInnen arbeitete und neue Zugänge suchte. Als Lehrerin arbeitete sie intensiv mit Kindern aus verschiedenen Kulturen, die an ihrer Schule unterrichtet wurden und integriert werden sollten.

Ihre große Liebe gehörte schon immer dem Theater. An den Schulen, in denen sie tätig war, hatte sie die Möglichkeit, Schulspiel zu unterrichten und Theatergruppen zu gründen. So kam sie zur Theaterpädagogik. Mit Eintritt in die Pension vor sechs Jahren begann sie an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz mit dem Masterstudium „Theaterpädagogik – Lernen durch Darstellen“.

Ihr spezielles Interesse gilt dem Improtheater und der ClownInnenarbeit. Im Rahmen von verschiedenen Clowninnenworkshops lernte sie „die Clownin in sich“ kennen – und sie gefiel ihr sehr. Die vorliegende Veröffentlichung fußt auf Interviews mit 11 Clowninnen, denn die Clownin konnte in den letzten Jahren in der Kunstszene immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Ein Dankeschön allen Clowninnen für die wunderbaren und aufschlussreichen Gespräche sowie Mag. Daniel Gajdusek-Schuster für die Impulse, die von ihm kamen, sowie für die Unterstützung und Begleitung während der Arbeit an dieser Veröffentlichung. Darüber hinaus gilt mein Dank auch meiner Familie und meinen Freundinnen, die mir oft geduldig zuhörten und mich motivierten, daran weiter und weiter zu arbeiten.

Regenbogenkompetenz als Voraussetzung für eine diskriminierungsfreie Schule

Tanja Allerberger, geb. 1975, lebt mit ihrer Familie in Pfaffstätten, einer Gemeinde südlich von Wien (Österreich).

Nach ihrer Ausbildung zur Sozialpädagogin arbeitete sie in unterschiedlichen sozialpädagogischen Praxisfeldern, seit rund 15 Jahren unterrichtet sie am österreichischen Bundesinstitut für Sozialpädagogik und bildet angehende Sozialpädagog*innen aus.

In Zusammenarbeit mit dem Regenbogenfamilienzentrum Wien bietet sie außerdem Workshops für Pädagog*innen zum Thema Familienvielfalt an.

Im Rahmen des Masterlehrgangs „Gruppen spielend leiten – Soziokulturelle Animation“ beschäftigte sie sich unter anderem mit dem Thema Diversität. Eine genauere Betrachtung ergab, dass einzelne Segmente von Diversität sowie daraus resultierende Diversitätspädagogiken (wie z. B. Geschlechtersensible Pädagogik oder Interkulturelle Pädagogik) Einzug in die schulische Arbeit genommen haben, während der Bereich der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt nach wie vor ausgespart wird.

Aus dieser Erkenntnis entstand eine Masterarbeit, in welcher sich die Autorin mit Regenbogenkompetenz beschäftigte und der Frage nachging, welche Kompetenzen Lehrende brauchen, um im Sinne einer diskriminierungsfreien Schule angemessen mit dem Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt umzugehen.

Inklusion im queerformat – Intersektionale Schnittstellen im Kontext von sexueller Vielfalt und Behinderung

Kevin Rosenberger hat an der Universität Magdeburg Bildungswissenschaften und Psychologie studiert. In seiner Masterarbeit mit dem Titel „Inklusion im qeerformat“ forschte er zum Thema Mehrfachdiskriminierung und widmete sich dem Zusammenhang von sexueller Orientierung, Geschlecht und Behinderung. Hierbei motivierte ihn vor allem der intersektionale Ansatz, um heteronormative Strukturen als Diskriminierungen auf verschiedenen Handlungsebenen aufzuzeigen, die eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen einschränken.

Seit Oktober 2016 ist er Projektkoordinator im Modellprojekt „Akzeptanz für Vielfalt – gegen Homo-, Trans*- und Inter*feindlichkeit“ im Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Ziel ist es, durch themenbezogene Veranstaltungen vor Ort oder in der Akademie Waldschlösschen verschiedene Akteure im Bildungs- und Beratungskontext für die Thematik der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt zu sensibilisieren und zu qualifizieren.

Fuck your face – Was ist sexistische Werbung?

Vanessa Winkler, 1993 geboren, studierte an der Hochschule Magdeburg-Stendal den Bachelorstudiengang Soziale Arbeit.

Da geschlechterrelevante Themen während ihres Studiums immer mehr in ihr Blickfeld rückten, wandte sie sich auch in ihrer Bachelorthesis, „Fuck your face“ – Was ist sexistische Werbung?, diesem Thema zu. Sie untersuchte die Darstellung von weiblichen und männlichen Körpern sowie die Darstellung von Frau und Mann in der Werbung und verdeutlichte am Beispiel einer als sexistisch beanstandeten Werbung, aus welchen Gründen diese als sexistisch einzustufen ist.

Nachdem der theoretische Teil des Studiums abgeschlossen war, absolvierte sie im Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen- Anhalt e.V. das Anerkennungspraktikum für ihre staatliche Anerkennung und veröffentlichte in diesem Zeitraum die vorliegende Broschüre.

Der Titel „Fuck your face“ ist der Werbeanzeige entnommen, welche in der vorliegenden Broschüre untersucht wird. Die Werbeanzeige provoziert durch eine Beleidigung in Kombination mit einer unterwürfig dargestellten Frau. Das Cover der Broschüre dreht den Spieß einfach um. Es provoziert, weil es die Aussage der Werbeanzeige hinterfragt. Diese Nachfrage packt das Problem am Schlafittchen. Denn nicht jedem ist klar, was Sexismus ist. Es bedarf einer Aufklärung.

‚Verspielt‘ oder ‚verfügbar‘? – Die Sexualisierung von jungen Mädchen in der Werbung.Eine exemplarische Erhebung in der Kindermodeabteilung.

Susanne Walofsky (M.A.) wurde am 14.01.1985 in Gera, Thüringen geboren. Nachdem sie 2009 den Bachelorstudiengang der Angewandten Kindheitswissenschaften an der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) erfolgreich abgeschlossen hatte, studierte sie im Masterstudiengang „Childhood Research – Kindheitsforschung, Beratung und Bildung“ an der Technischen Universität Dresden.

Da ihr großes Interesse aber den Gender Studies gilt, behielt sie während ihrer Studienzeit immer geschlechterrelevante Themen im Blick, so auch für ihre Masterthesis „’Verspielt‘ oder ‚verfügbar‘? Die Sexualisierung von jungen Mädchen in der Werbung. Eine exemplarische Erhebung in der Kindermodeabteilung“. Hierfür untersuchte sie die Inszenierung junger Mädchen auf Werbeplakaten und analysierte, inwiefern diese sexualisiert, also auf Äußerlichkeit und sexuelle Verfügbarkeit reduziert, dargestellt werden.

Nachdem sie ein Jahr als Mitarbeiterin im Frauen- und Kinderschutzhaus der gemeinnützigen Kanzler von Pfau GmbH in Bernburg tätig war, übernahm sie im Oktober 2013 die Leitung der Einrichtung.

Sexting – Der erotische Foto- und Nachrichtenaustausch unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Daniel Hoffmann, geb. 1986, absolvierte nach einer betrieblichen Ausbildung zum Informatikkaufmann das Bachelor-Studium Soziale Arbeit an der Hochschule Magdeburg. In seiner Abschlussarbeit widmete er sich der jugendlichen Subkultur Ultras.

Im Jahr 2009 begann er den Master-Studiengang Angewandte Sexualwissenschaft an der Hochschule Merseburg und beendete 2012 dieses Studium mit der vorliegenden Masterthesis: „Sexting – Der erotische Foto- und Nachrichtenaustausch unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen“. In seiner Abschlussarbeit setzt er sich dafür ein, Sexting unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht aus einer Risiko- und Opferperspektive zu verurteilen, sondern es als ein positives Element im Kontext des partnerschaftlich-sexuellen Verhaltens zu betrachten.

Daniel Hoffmann engagiert sich in der sexualwissenschaftlichen interdisziplinären Nachwuchswissenschaftler_inngengruppe SINa der GSW und verfasste für den dort erscheinenden Newsletter bisher die zwei Fachbeiträge „Sexting – Eine neue jugendsexuelle Katastrophe oder Moralpanik?“ und „Die Zirkumzision von minderjährigen Jungen: Ein Beitrag zur geforderten Straflosigkeit der Knabenbeschneidung“.

Praxis und Methoden

Das KgKJH veröffentlicht in einer eigenen Reihe Broschüren zu praktischen Fragen der Geschlechtsspezifik. Die Publikationen sind innerhalb Sachsen-Anhalts kosten- und versandkostenfrei erhältlich. Außerhalb Sachsen-Anhalts sind die Broschüren zum Preis von 3,00 Euro zzgl. Porto über die Geschäftsstelle des KgKJH (Schönebecker Straße 82, 39104 Magdeburg) zu beziehen oder nachstehend downloadbar.

Tatort Gleichstellung – eine Gallerie

Staffel 1 – Antifeminismus als barriereärmere Ansicht

„Tatort Gleichstellung“ ist eine Methode für Fachkräfte, die dabei unterstützt, in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten handlungsfähig zu bleiben.
Die Methode verbindet drei Zugänge (theoretisch, künstlerisch und methodisch), die gemeinsam eine vertiefte, praxisnahe und gleichzeitig kreative Auseinandersetzung mit einem Thema ermöglichen.

Zusammen ergeben diese drei Ebenen in ihrer ursprünglichen Form eine digitale Galerie, die über die Rasteransicht auf Instagram wie ein kleines, digitales Handbuch genutzt werden kann.

Die erste Staffel von „Tatort Gleichstellung“ widmet sich anhand von zehn thematischen Beiträgen unterschiedlichen Erscheinungs-formen von Antifeminismus sowie möglichen Handlungsstrategien.
Sie ist in Kooperation zwischen dem KgKJH LSA e.V. und dem LFR LSA e.V. entstanden.

Für eine barriereärmere Nutzung steht hier eine Download-Version zur Verfügung.


Starke Zukunft: Jungen* gestalten Berufe Jungen*, Berufswahl und der Kampf gegen starre Rollenbilder

Traditionelle Geschlechter- und Berufsbilder erfahren in der heutigen Zeit eine erneute Stärkung. Kriege, Krisen und Katastrophen haben nicht nur globale Auswirkungen, sondern sind auch in den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen angekommen. Diese gesellschaftlichen Herausforderungen spiegeln sich in einer wachsenden Orientierung an überholten Rollenbildern wider, die sich durch alle Schichten und Altersklassen ziehen. Um diesen Tendenzen zu begegnen, ist ein positiver Blick in die Zukunft erforderlich, der insbesondere von pädagogischen Fachkräften begleitet werden muss.

Eine geschlechtersensible Berufswahl, die von der Kinder- und Jugendhilfe gefördert wird, hat das Potenzial, starre Rollenbilder aufzubrechen und jungen Menschen vielfältigere berufliche Perspektiven zu eröffnen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig in ihrer individuellen Entwicklung zu unterstützen, ihnen sichere Räume zu bieten und sie zu befähigen, ihre Berufswahl an Interessen und Fähigkeiten auszurichten.

Methodenhandbuch zum Medienkoffer „Geschlechtervielfalt in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, in Grundschulen und Horten“

In jeder Kindergruppe, egal ob in der Krippe, im Kindergarten,in der Grundschule oder im Hort finden sich die verschiedensten Kinder. Sie sehen unterschiedlich aus, wachsen mit oder ohne Religionen auf, haben vielfältigste Charaktere, kulturelle Wurzeln, Geschlechter etc. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass jedes Kind als Individuum zu verstehen ist.

Nicht nur die Kinder, auch ihre Familien sind sehr verschieden, unter anderem in ihrer Zusammensetzung. Neben dem »klassischen« Familienmodell erleben Kinder z.B. auch Patchwork-, Eineltern- oder Regenbogenfamilien.


Das kleine Methoden- und Projekthandbuch. Wahlort 2021

Bereits 2019 gab es erste Kontakte zwischen dem KJR Sachsen-Anhalt e.V., Stefanie Lübcke, und dem KgKJH Sachsen-Anhalt e.V., Irena Schunke, um gemeinsam im Projekt Wahlort: U18-Wahl zu kooperieren. Dabei wurden erste Idee besprochen und fachliche sowie thematische Aspekte diskutiert. Der KJR Sachsen-Anhalt e.V. hatte im gleichen Jahr Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe zum Erfahrungsaustausch eingeladen, um mit ihnen im Rahmen von Workshops das politische Engagement von Mädchen und jungen Frauen (Jungen und jungen Männern) in den Blick zu nehmen, Hindernisse und Chancen aufzuzeigen und Ideen zu entwickeln.

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und die Bundestagswahl waren Anlass genug, um sich 2021 intensiver mit Jugendpolitik zu beschäftigen und die Sensibilisierung junger Menschen für gleichstellungspolitische Themen in den Fokus zu rücken. In den kontinuierlich stattfindenden Online-Netzwerktreffen (2020 und 2021), an denen Fachkräfte und Jugendliche, die sich in den Landkreisen thematisch engagieren, teilnahmen, wurden regionale Ideen vorgestellt und Umsetzungsstrategien diskutiert. Dabei wurde deutlich, wie die U18-Wahl in den Landkreisen und kreisfreien Städten durch engagierte Träger, Netzwerke und Einrichtungen organisiert und durchgeführt werden sollte. Hintergrund der Beteiligung des KgKJH Sachsen-Anhalt e.V. war dabei, einen Workshop für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe anzubieten, in dem die politische Partizipation von Mädchen und jungen Frauen (Jungen und jungen Männern) im Mittelpunkt stehen sollte. Mit dem Paritätischen Jugendwerk Sachsen-Anhalt (Nadine Schulz und Dennis Riemer) hat das KgKJH Sachsen-Anhalt e.V. einen Online-Workshop zum Thema „Demokratie in der Kinder- und Jugendarbeit – wo begegnet uns Politik im Alltag?“ durchgeführt. Die Dokumentation ist im Kapitel Workshops zu finden. Ein Dankeschön gilt allen Netzwerk- und Kooperationspartner*innen für die Unterstützung.

GeVi – Geschlechtliche Vielfalt neu erleben! Dokumentation einer Spielentwicklung

Im zweiten und dritten Semester absolvieren Studierende der Sozialen Arbeit an der Hochschule Magdeburg-Stendal ein Projektmodul, um Kenntnisse in Projektentwicklung und -management zu erwerben. Im Studienjahr 2019/20 bot das Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V. ein Projekt mit dem Titel „Gender in der Sozialen Arbeit“ an. Ziel war es, sich mit geschlechtlicher Vielfalt und Diskriminierungsprävention auseinanderzusetzen und diese Themen spielerisch zu bearbeiten. Kern des Projekts war die Erstellung eines Spiels, das junge Menschen für „Gender“ und „Geschlechtervielfalt“ sensibilisiert und pädagogisch eingesetzt werden kann.

Zehn Studierende arbeiteten gemeinsam mit den Projektleiter*innen daran, die Aufgaben umzusetzen. In der Projektdokumentation wird reflektiert, welche Überlegungen zu Beginn standen, welche Hürden es gab und welches Ergebnis nach einem Jahr erreicht wurde. Das Projekt bot den Studierenden die Möglichkeit, sich fachlich und praxisnah auszuprobieren. Das Spiel „GeVi – Geschlechtliche Vielfalt neu erleben!“ soll einen praxisnahen Beitrag zu geschlechtergerechter Pädagogik leisten und gleichzeitig Tipps und Anregungen für Fachkräfte und Studierende bieten.


Starke Mütter – Starke Töchter. Eine praxisnahe und methodische Anleitung

Mit den Veröffentlichungen in dieser Reihe greift das KgKJH Sachsen-Anhalt e.V. auf Projekte, Initiativen und Methoden zurück, die das Potential und die Fachlichkeit besitzen, als Best Practice-Beispiel weiterempfohlen zu werden.

Entstanden ist das hier beschriebene Gemeinschaftsprojekt auf Initiative von Sandra Spormann, Schulsozialarbeiterin an der Europaschule „Am Gröpertor“ (Diakonisches Werk im Kirchenkreis Halberstadt e.V.) und Antje Maier, Leiterin des Frauenzentrums Lilith in Halberstadt (Unabhängiger Frauenverband Landkreis Harz e.V.), die im Rahmen des Arbeitskreises Mädchen*arbeit im Landkreis Harz bereits 2012/2013 über ein Mütter-Töchter-Projekt diskutierten. Zu diesem Zeitpunkt erlebte Sandra Spormann als Schulsozialarbeiterin in Beratungen konfliktreiche Situationen zwischen Müttern und Töchtern.


Akzeptanz von geschlechtlich-sexueller Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland
Eine vergleichende Analyse der Landesaktionspläne in drei ausgewählten Bereichen

Jeder Mensch ist ein Individuum und entwickelt im Laufe seines Lebens seine eigene Identität durch Erziehung, Sozialisation und persönliche Erfahrungen. Die eigene Identität setzt sich aus vielen „Teilidentitäten“ zusammen, die sich zu einer Gesamtpersönlichkeit verbinden. Faktoren wie Geschlecht, sexuelle Orientierung, Ethnizität oder Religion spielen dabei eine Rolle, und Identitäten sind im Laufe des Lebens wandelbar. Erziehung und Sozialisation vermitteln Normen und Werte, die unser Selbstbild und den Umgang mit anderen prägen.

Geschlechtlich-sexuelle Identität ist ein zentraler Aspekt der Identität, der zunehmend in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Sie beeinflusst unter anderem, wie Familie gelebt wird und wie Beziehungen zu anderen Geschlechtern gestaltet werden. Fehlt Wissen über die Vielfalt geschlechtlich-sexueller Identität, kann dies zu mangelnder Anerkennung und Diskriminierung führen. Besonders LSBTTIQ-Personen, die gesellschaftlich oft Minderheiten darstellen, sind davon betroffen. Die Bundesrepublik Deutschland versucht durch ausgewählte Maßnahmen, darunter Aktionspläne in einzelnen Bundesländern, Akzeptanz und Schutz zu fördern.

Diese Veröffentlichung analysiert die Aktionspläne und entsprechendes Material der 16 Bundesländer. Zunächst werden rechtliche Grundlagen und zentrale Begriffe erläutert, anschließend folgt die Analyse der Bundesländer, gefolgt von einer Auswertung und einem abschließenden Fazit.


goys_and_birls. Geocaching als Methode zur Sensibilisierung für Genderfragen

Genderaspekte und deren bewusste Wahrnehmung sind aus einer qualifizierten (Jugendbildungs-)Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kaum wegzudenken. Oft allerdings wirken die Themen aufgesetzt, abstrakt und methodisch kaum regional zu verorten. Geocaching scheint sich hier als eine Methode zu eignen, die es zulässt, erlebnispädagogisch untermauert Genderaspekte zu thematisieren.

Durch einen erfahrungs- und bewegungsorientierten Lernzugang, der eine regionale Rückbindungen zulässt, können Genderthemen sowie Beratungsstellen und geschlechtergerecht wirkende Anlaufpunkte für Mädchen* und Jungen* interessanter und somit leichter zugänglich werden. Fachkräfte können spielerisch auf Themen und Angebote hinweisen und gemeinsam mit ihnen neue Aspekte öffentlichkeitswirksam und nachhaltig in der Region setzen. Geocaching bietet sich somit als Methode an, um das Nachdenken über Genderfragen zu intensivieren.


Ich hab’s doch klar gesagt. Irrungen und Verwirrungen durch Mimik und Gestik
Methoden für die Praxis

Waren Sie schon einmal verwirrt, weil nonverbale Signale im Miteinander ganz anders interpretiert wurden, als Sie vermuteten? Kann Kommunikation mit ausländischen Menschen misslingen, obwohl sie gut gemeint ist? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Diversityprojektes, das das Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V. (KgKJH) gemeinsam mit der Stendaler Sekundarschule „A. Diesterweg“ und dem Schüleraustauschverein AFS Interkulturelle Begegnungen e.V., Region Altmark, plante und durchführte.

Ziel war es, das Verständnis zwischen ausländischen und deutschen Mädchen und Jungen in der Region Altmark zu fördern, Vorurteile abzubauen und dabei die Genderspezifik zu berücksichtigen. Thematisiert wurden unterschiedliche Gesten und Mimiken, die in interkulturellen Begegnungen oder zwischen den Geschlechtern zu Missverständnissen führen können. Höhepunkt war ein öffentlicher Workshop auf dem Bildungsforum Internationaler Spielmarkt Potsdam, in dem szenisch und spielerisch an Momenten interkultureller Kommunikation gearbeitet wurde, die durch landestypische Deutungen von Mimik und Gestik misslingen können, und dabei Kreativität verdeutlichen.

Die vorliegende Arbeitshilfe soll es ermöglichen, unkompliziert und mit Hintergrundwissen ein ähnliches Sensibilisierungs- und Verständigungsprojekt zu planen und durchzuführen. Ein besonderer Dank gilt den internationalen und altmärkischen Schüler_innen für ihre Kreativität und ihren Mut beim öffentlichen Auftritt sowie Heike Szebrat (Komiteekoordinatorin AFS – Komitee Stendal) und Karin Christiansen-Weniger (Schulsozialarbeiterin) für die großartige Zusammenarbeit.


Inter* und Trans* im Arbeitsalltag – was nun?! Handreichung für Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitswesen

Diese Handreichung bietet Fachkräften Informationen und praxisnahe Handlungshilfen im Umgang mit Inter* und TransPersonen. Neben fachlichen Hintergründen aus medizinischer und pädagogischer Sicht werden konkrete Maßnahmen vorgestellt, die sich leicht im Arbeitsalltag umsetzen lassen.

Erfahrungsberichte von Betroffenen, Angehörigen und Bekannten geben Einblicke in Gedanken, Gefühle und Wünsche von Inter und Trans*Personen. Ziel ist es, durch Sensibilisierung, Verständnis und Kommunikation das Leben von Kindern und Jugendlichen positiv zu beeinflussen.


Fachbücher

Die Bücher können über die Geschäftsstelle des KgKJH per E-Mail oder telefonisch (0391 / 631 05 56) bestellt werden. Es ist innerhalb Sachsen-Anhalts kosten- und versandkostenfrei und außerhalb Sachsen-Anhalts zum Preis von 5,00 Euro zzgl. Porto erhältlich. All unsere Veröffentlichungen können in unserer Bibliothek ausgeliehen werden.

Geschlechterdarstellung in pädagogischen Materialien für das Grundschulalter – eine exemplarische Analyse

Die Autor*innen gehen in dieser Veröffentlichung den Fragen nach, ob und wie sich Geschlechterdarstellungen in Materialien für Kinder im Grundschulalter gewandelt haben und wie diese aktuell abgebildet werden. Ergänzt werden die Erkenntnisse aus den Analysen durch Tipps für eine gelingende geschlechtervielfaltsbewusste Praxis an Grundschulen und Horten.

„Wenn die Erlebniswelt der Figuren stark auf ihr Geschlecht hin zugeschnitten und damit eingeschränkt ist, werden Kindern nicht nur beim Lesen Erfahrungen und Möglichkeiten vorenthalten, sondern auch in ihrer Vorstellung von der Wirklichkeit.“ (Süddeutsche Zeitung, 2019)

  • Herausgeberin: KgKJH e.V.
  • Erscheinungsjahr: 2019

Glossar. Begriffserklärungen im Kontext von Geschlechtlichkeit

Das Glossar bündelt zentrale Begriffe rund um Geschlecht, sexuelle Orientierung und Identität Es schafft Orientierung in einer vielfältigen Lebensrealität und unterstützt eine respektvolle, diskriminierungssensible Sprache.

Geschlechter∙wörter∙buch in Leichter Sprache

In diesem Wörterbuch stehen wichtige Wörter zu Geschlecht, Liebe und Identität. Die Wörter sind einfach erklärt, damit viele Menschen sie gut verstehen können. So hilft das Wörterbuch dabei, sicherer über diese Themen zu sprechen.

Take over statt Game over

Exklusion & Empowerment von weiblichen & nicht-binären Spieler*innen in der Gamingkultur

Die Digitalisierung prägt zunehmend den Alltag von Kindern und Jugendlichen. Im aktuellen Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung ist zu lesen, dass Kinder und Jugendliche nicht mehr zwischen der analogen und digitalen Welt unterscheiden. Erkennbar sind dabei allerdings Zugangsbarrieren, Werteverschiebungen und Retradierungstendenzen.

In der aktuellen Veröffentlichung des KgKJH „TAKE OVER STATT GAME OVER“ werden grundlegende Aspekte des Gender Digital Gap beleuchtet und beispielhaft anschaulich und ausführlich die Situation für Mädchen* innerhalb der Gamingszene dargestellt. Die Autor*innen schaffen Transparenz für sexistisches Verhalten und diskriminierende Strukturen und ordnen diese soziologisch in bestehende gesellschaftliche Kontexte ein. Daraus ergeben sich praktische Impulse und Vorschläge für die Kinder- und Jugendhilfe.


Mädchen*- und Jungen*arbeit in Sachsen-Anhalt – Praxisforschung zu Rollenstereotypen und Retradierungen

Sieben Masterstudierende der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben sich gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V. mit der Frage auseinandergesetzt, welche Vorstellungen von Mädchen*- und Jungen*arbeit auf unterschiedlichen Ebenen in Sachsen-Anhalt existieren. Dazu führten sie Expert*inneninterviews mit Mädchen*pädagoginnen, Jungen*arbeitern und in der Verwaltung (Gleichstellungsamt Landkreis und Stadt sowie Jugendamt) durch.

In der Veröffentlichung wird dargestellt, welche Chancen und Risiken top down und bottom up den Ansätzen gegeben werden, welche konkreten Ansätze in der Praxis dominieren, ob eine queere Erweiterung mitgedacht wird und ob Reproduktionsmechanismen zu erkennen sind.


Expert*innenreader zur Tagung “Genderblick auf Kinder und Jugendliche mit Migrationserfahrungen“

Gender und Migration, warum wir beide Dimensionen gemeinsam denken sollten

..Asylbewerber, Migranten, Refugees, Geflüchtete, Zugewanderte, Ausländer…“ diese und viele weitere Bezeichnungen schwirren in der Debatte um eine gelingende Integration und die damit verbundenen Chancen und Probleme durch unser Bundesland und durch unser Arbeitsfeld, die Kinder- und Jugendhilfe. Viele Initiativen und Organisationen setzen sich auf den verschiedensten Ebenen mit den Aspekten einer Willkommenskultur auseinander. Allerdings erfahren wir nicht selten eine Pauschalisierung in der Debatte. Gibt es denn DEN Menschen mit Migrationserfahrung? Im alltagstheoretischen Diskurs scheint es oft so. Wir aber sagen deutlich: so pauschal gibt es ihn nicht. Eine vorhandene Migrationserfahrung ist nur EIN Aspekt, der das Leben eines Menschen beeinflusst.


(Ver)-Wandel(t) – Einstreifzug durch die Mädchen*arbeit in Sachsen-Anhalt

Mädchen*arbeit, insbesondere ihre Herangehensweise, hat sich im Laufe der letzten 25 Jahre sehr verändert. Bereits 2002 hat die Landesstelle Mädchenarbeit Sachsen-Anhalt e.V. eine Dokumentation zum Thema „Mädchenarbeit – Konzepte und Praxisbeispiele“ veröffentlicht. Umso spannender war und ist es, nach über 10 Jahren einen erneuten Blick auf die Mädchen*arbeit in unserem Bundesland zu richten. In diesem Mädchen*buch wird ein Streifzug durch aktuelle Projekte und Themen in der Mädchen*arbeit in Sachsen-Anhalt unternommen, um die Vielfalt der Lebenswelten von Mädchen* sowie von Mädchen*kulturen als Momentaufnahme abzubilden. Durch die Beiträge der Mädchen* zum Wettbewerb „Zeig uns, was dir wichtig ist“, durch die Ergebnisse der Workshops oder in der Beschreibung von Praxisprojekten wird eine ansteckende Lebendigkeit der Mädchen*arbeit in Sachsen-Anhalt abgebildet und es wird deutlich, dass dieses zielgruppenorientierte Aufgabenfeld seine Berechtigung hat und aus unserem Bundesland nicht wegzudenken ist. 

Gleichzeitig finden aber auch die Themen Netzwerkarbeit und Kooperation ihren Platz. Sie bündeln zeitliche und personelle Ressourcen, steigern durch gemeinsames Durchdenken und Diskussion die Qualität der Projekte und ermöglichen eine stärkere politische Lobby.

Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an alle Mädchen*, Fachfrauen* und Kooperationspartner*innen, die sich mit ihren Beiträgen an diesem Buch beteiligt haben und die Vielfalt von aktueller Mädchen*arbeit dadurch erlebbar machen.


junx*sache – Praxisprojekte & Ideen zur Jungen*arbeit aus Sachsen-Anhalt

Im Rahmen der Förderphase der Jungen*arbeit 2015/2016 ist beim Kompetenzzentrum für geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V. (KgKJH) ein Buch erschienen, das 10 ausgewählte Projekte der Jungen*arbeit aus diesem Zeitraum vorstellt. Die Projekte wurden, begleitet vom Bildungsreferenten für Jungen*arbeit des KgKJH, geplant und umgesetzt.

Idee des Bandes ist es, die Projektideen und Methoden einer gelingenden Jungen*arbeit, einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und so das Interesse an Jungen*arbeit und ihrer Umsetzung im Land zu verstärken. Alle vorgestellten Projekte haben den Charme, dass sie dicht an der Praxis und Reflektion durch die Jungen*arbeiter selbst bleiben.

So werden z.B. im Kapitel „Junge sein – Mann werden“ eindrücklich der Bau von „Seifenkisten“, das damit verbunden Rennen und die anschließende Arbeit mit Methoden des Forumtheaters beschrieben, mit der mit den teilnehmenden Jungen* die Möglichkeiten von Männlichkeit* diskutiert werden konnte. Ein Hort-Gruppenfahrt auf den Bauernhof (Jungenfreizeit Othal), Bogenschießen als Methode (Toxophilus/Bogenschießen und Sozialarbeit), eine Lesenacht für Väter* und Söhne* in der Kita, Streetball in der Schulsozialarbeit und eine Väter*-Söhne*-Ausbildung zum „Jedi-Ritter“ als Projekt in der Grundschul-Schulsozialarbeit, samt Zeltübernachtung im Harz, bilden die bunte Auswahl der durchgeführten Projekte, die zum Großteil im Kontext des Zertifikatskurses „Fachkraft für Jungen*arbeit“, entstanden sind.

Abgeschlossen wird das Buch mit einem Kapitel zur Diskussion um „Qualitätskriterien und Qualitätssicherung gelingender Jungen*arbeit in Sachsen-Anhalt“, das ebenfalls im praxisnahen Diskurs mit Praktiker*innen aus Pädagogik und Verwaltung entstanden ist.


unsicher.klar.selbstbestimmt – Wege von Trans*Kindern, *Jugendlichen und jungen *Erwachsenen in LSA

Das Werk gibt Einblicke in die Lebensrealitäten von Trans*Menschen in Sachsen-Anhalt. Es vereint wissenschaftliche Analysen, persönliche Erfahrungsberichte und praxisnahe Betrachtungen aus Politik, Forschung und Beratung. Von der frühen Kindheit über Jugendjahre bis ins junge Erwachsenenalter zeigt es Wege, Herausforderungen und Chancen auf – immer mit dem Fokus auf Selbstbestimmung, Sicherheit und Respekt.


weil wir könn’s halt. Eine Perspektive auf Jungen und ihre Gesundheit

Je nachdem, durch welche Brille man die Gesundheit von Jungen in den Blick nimmt, kann man sehr unterschiedliche Eindrücke gewinnen. Die Hauptrolle in dieser qualitativen Untersuchung kommt der Frage zu, wie Jungen für sich Gesundheit verstehen und welchen Sinn sie ihrem Verhalten in diesem Zusammenhang geben. Wie sich zeigen wird, ist diese Perspektive hilfreich, um das Gesamtbild von Jungengesundheit zu verstehen.


Kleine Jungen ganz groß – Möglichkeiten geschlechterreflektierter Frühförderung

Jungen zeigen in Schule und Frühförderung oft andere Entwicklungs- und Leistungsprofile als Mädchen. Ihre Bedürfnisse, sozialen Bedingungen und Vulnerabilitäten erfordern eine differenzierte, reflektierte pädagogische Begleitung. Die Broschüre gibt praxisnahes Wissen und Anregungen, wie Fachkräfte Jungen in ihrer positiven Geschlechtsidentität und Entwicklung unterstützen können.


Geschlechtergerechte Konfliktlösungsstrategien im Kindergarten

Der vorliegende Reader widmet sich der geschlechtergerechten Konfliktbewältigung im Vorschulalter und basiert auf einem 2005 in Sachsen-Anhalt gestarteten Projekt. Er richtet sich an Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte und verbindet theoretische Erkenntnisse zu Lebenslagen, Konfliktverhalten und Geschlechterunterschieden mit praktischen Methoden für den Kindergartenalltag. Ziel ist es, Kinder im Umgang mit Konflikten zu stärken, pädagogische Fachkräfte zu sensibilisieren und den geschlechtergerechten Umgang im Vorschulbereich zu fördern. Die vielfältigen Ansätze und Umsetzungsmöglichkeiten bieten Anregungen, um Konflikte als Chancen für soziales Lernen zu nutzen und den Kindergartenalltag nachhaltig positiv zu gestalten.


Berufsorientierung empirisch: Pro Praxis
Sachsen-Anhaltische Mädchenund Jungen auf dem Weg zu ihrer Berufsidee

Fußball als Methode in der Jugenarbeit?!

Fußball ist eine stark männerdominierte Sportart, die nicht nur Freizeitgestaltung prägt, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung von Jungen und jungen Männern nachhaltig beeinflusst. Ausgehend von der These, dass Fußball über Sozialisationsprozesse Handlungsbezüge und soziale Identität vermittelt, untersucht die vorliegende Arbeit die Bedeutung des Fußballs in der Jungenarbeit. Dabei wird beleuchtet, welche Rolle Fußball als Methode in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit spielen kann und welche Schnittstellen er für sozialpädagogische Arbeit bietet. Auf Grundlage qualitativer Befragungen männlicher Pädagogen werden praxisnahe Handlungsempfehlungen entwickelt, die die zielgerichtete Arbeit mit Jungen und jungen Männern unterstützen. Die Arbeit erschließt damit Neuland in der geschlechterbezogenen Sozialforschung und bietet wertvolle Impulse für Fachkräfte in der Sozialarbeit.


Jungen in der Kita

Die vorliegende Studie untersucht den geschlechterreflektierten Umgang mit Jungen in Kindertagesstätten in Sachsen-Anhalt. Anhand von Gruppendiskussionen mit Erzieherinnen und Beobachtungen im Kita-Alltag wurden förderliche und hinderliche Faktoren für eine gendersensible Arbeit ermittelt. Die Ergebnisse verbinden theoretische Grundlagen mit praktischen Erfahrungen und zeigen Handlungsmöglichkeiten auf, um Jungen und Mädchen individuell gerecht zu werden. Die Studie sensibilisiert Fachkräfte, fördert die Reflexion von Stereotypen und unterstützt eine geschlechterreflektierte Erziehung, die sowohl die Unterschiede innerhalb der Geschlechtergruppe als auch die Vielfalt der individuellen Kinder berücksichtigt.

Artikel

eigene Artikel… Im Aufbau. Bald hibt es hier fantastisches zu sehen!

Dr. Kerstin Schumann

Geschlechtsbewusste Arbeit mit Mädchen* und Jungen* ist ein fester Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe und blickt auf eine lange fachliche und politische Entwicklung zurück. Entstanden aus feministischen und emanzipatorischen Bewegungen sowie als Reaktion auf geschlechtsspezifische Benachteiligungen, haben sich Mädchen*- und Jungenarbeit als pädagogische und sozialarbeiterische Ansätze in geschlechtshomogenen Settings etabliert. Zugleich stehen diese Konzepte im Spannungsfeld gesellschaftlicher Veränderungen, dekonstruktivistischer Kritik und aktueller Debatten um Geschlechtlichkeit jenseits binärer Ordnungen. Vor diesem Hintergrund unterliegen sie einem kontinuierlichen Wandel und werfen immer wieder Fragen nach ihrer Legitimation, Ausgestaltung und begrifflichen Einordnung auf. Um ein gemeinsames fachliches Verständnis zu fördern, werden im Folgenden ausgewählte Ansätze der Mädchen- und Jungen*arbeit vorgestellt und eingeordnet.


Dr. Kerstin Schumann/Sabine Wöller

Kooperationsprojekt der Landeshauptstadt Magdeburg, Amt für Gleichstellungsfragen, Amt für Statistik und Dezernat für Soziales, Jugend und Gesundheit und dem Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V. sowie dem LSVD Sachsen-Anhalt e.V. in Umsetzung des Stadtratsbeschlusses Nr. 1843-64(V)13


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