Kinderrechte gelten für alle Kinder und Jugendlichen – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität. Dennoch erleben queere junge Menschen weiterhin Diskriminierung, Unsichtbarkeit und strukturelle Benachteiligung. Zwischen dem rechtlichen Anspruch auf Schutz, Förderung und Beteiligung und der tatsächlichen Lebensrealität bestehen vielfach Lücken.

Unser Statement nimmt die Situation queerer Kinder und Jugendlicher aus einer kinderrechtlichen Perspektive in den Blick. Es zeigt auf, welche Bedeutung die Kinderrechte für queere junge Menschen haben, welche rechtlichen Grundlagen bereits bestehen und an welchen Stellen ihre konsequente Umsetzung noch aussteht. Dabei werden unter anderem Fragen von Diskriminierung, Schutz vor Gewalt, Beteiligung, Bildung und gesundheitlicher Versorgung betrachtet.

Eine queere Perspektive auf Kinderrechte ist dabei kein Sonderthema: Sie macht sichtbar, wo Strukturen und Angebote bislang nicht alle Kinder und Jugendlichen gleichermaßen erreichen. Das Statement verbindet deshalb rechtliche Grundlagen mit der Lebenssituation queerer junger Menschen und formuliert konkrete Forderungen an Politik und Praxis – insbesondere für die Kinder- und Jugendhilfe, Schule und weitere pädagogische Handlungsfelder.

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