K.o.-Tropfen & Konsens – hinschauen, zuhören, handeln
16. Oktober | 9:30 – 15:30
Interaktiver Onlineworkshop des KgKJH LSA e.V.
K.o.-Tropfen & Konsens – hinschauen, zuhören, handeln
K.-o.-Tropfen sind ein Thema, zu dem zahlreiche Mythen, Fehlinformationen und widersprüchliche Handlungsempfehlungen kursieren. Der Workshop vermittelt fundiertes Wissen über K.-o.-Substanzen, ihre Wirkungsweisen, mögliche Anzeichen einer Verabreichung sowie die Möglichkeiten und Grenzen einer Spurensicherung. Dabei werden auch relevante Zeitfenster und Handlungsmöglichkeiten im Verdachtsfall thematisiert.
Darüber hinaus wird das Thema in den Kontext von Konsens und sexualisierter Gewalt eingeordnet. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe mit Kindern und Jugendlichen über K.-o.-Tropfen, Grenzen, Konsens und sexualisierte Gewalt ins Gespräch kommen können. Dabei werden sowohl präventive Gesprächsanlässe als auch der Umgang mit möglichen Verdachtsfällen und Offenbarungen berücksichtigt.
Die Vermittlung von Fachwissen wird mit der Reflexion der eigenen Haltung sowie konkreten Handlungsmöglichkeiten für die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe verbunden.
Mögliche Fragestellungen:
- Was sind K.-o.-Tropfen eigentlich – und woran können wir sie erkennen?
- Welche Mythen und Fehlinformationen begegnen uns rund um K.-o.-Tropfen?
- Wie können wir mit Kindern und Jugendlichen über K.-o.-Tropfen, Konsens und Grenzen sprechen?
- Was ist wichtig, wenn sich ein Kind oder eine jugendliche Person uns anvertraut?
- Was können wir im Verdachtsfall tun?
Workshopleiterin Nina Fuchs ist Vorstandsvorsitzende des gemeinnützigen Vereins Kein Opfer e. V. und Expertin für sexualisierte Gewalt, K.-o.-Tropfen und Konsens. Sie arbeitet seit mehreren Jahren in der Aufklärung und Sensibilisierung zu diesen Themen und ist unter anderem in Schulen, der Fachöffentlichkeit, den Medien und im politischen Kontext tätig. Als selbst Betroffene verbindet sie fachliche Expertise mit eigenen Erfahrungen und setzt sich für einen fachlich fundierten, diskriminierungssensiblen und unterstützenden Umgang mit Betroffenen ein.