Echsen, Scheiben und Feminismus
Juni 4 | 9:30 – 15:30 | Naumburg
Umgang mit Verschwörungstheorien in der Jungen*arbeit
Die demokratische Grundordnung steht zunehmend unter Druck. Ein Grund dafür ist die wachsende Verbreitung von Verschwörungserzählungen und Narrativen. Sie wirken spaltend und können das Vertrauen in gesellschaftliche Institutionen und in das Zusammenleben untereinander schwächen oder auflösen.
Besonders Jungen* und junge Männer* geraten in den Fokus und werden gezielt angesprochen. Viele Verschwörungsnarrative greifen auf antifeministische, antisemitische oder demokratiefeindliche Deutungen zurück. Sie arbeiten mit klaren Feindbildern und konstruieren ein „Wir gegen die Anderen“. Diese Schuldzuweisungen überdecken häufig eigene Erfahrungen von Unsicherheit, Scham, Einsamkeit, Hilflosigkeit oder Enttäuschungen. Gerade in Zeiten von Unsicherheit können sie als vermeintliche Antwort auf Gefühle von Ohnmacht wirken. Gleichzeitig fördern sie Emotionen wie Wut, Misstrauen und Abwertung gegenüber anderen Gruppen und spielen mit der Angst vor dem Neuen und Unbekannten.
Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit erleben diese Dynamiken in ihrer täglichen Praxis. Oft stehen sie den geäußerten Frustrationen, Ängsten und provokanten Aussagen zunächst ratlos gegenüber. Ziel dieser Fortbildung ist es daher, Fachkräfte darin zu stärken, Verschwörungsmythen frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Wir lernen, solche Narrative einzuordnen, sie mit fundierten Argumenten zu hinterfragen und ihnenruhig und souverän entgegenzutreten
- gibt wissenschaftliche Inputs
- ermöglicht Selbstreflexion
- erhöht die Medienkompetenz
- eröffnet praxisnahe Methoden
- schafft Räume für Austausch und gemeinsame Erfahrungen
- sensibilisiert für Absichten und Argumentationsmuster
Veranstaltungsinformationen - Datum: 04. Juni 2026
- Uhrzeit: 09:30 bis 15:30 Uhr
- Ort: Jugendzentrum Otto Wolf
Poststraße 21, 06618 Naumburg - Teilnahme ist kostenfrei
