Fachforum in Kooperation zwischen der Hansestadt Stendal, dem Kreis-Kinder- und Jugendring Stendal e.V. und dem KgKJH e.V.

Demokratie braucht Gleichberechtigung – und Gleichberechtigung braucht Engagement.
Das Fachforum „Demokratie ist geschlechtergerecht!“ 2026 in der Hansestadt Stendal lädt Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft ein, gemeinsam auf den aktuellen Stand der Demokratieförderung zu blicken. Hier diskutieren wir, wie demokratische Werte und Geschlechtergerechtigkeit zusammengedacht und praktisch umgesetzt werden können.

Dies nicht nur aber gerade vor den Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

Datum: 20.04.2026
Ort: “JFZ Mitte” – Altes Dorf 22, 39576 Stendal
Uhrzeit: 9:30 – 16:00 Uhr
Kosten: Um dies zu ermöglichen, kann an diesem Tag leider keine Verpflegung angeboten werden.

Veranstalterinnen: Kompetenzzentrum geschlechtergerecht Kinder- und Jugendhilfe, und die Gleichstellungsbeauftragt des Landkreises Stendal Elisabeth Seyer

Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, Verwaltung, Sozialarbeit, politische Bildung sowie ehrenamtlich Engagierte, die Demokratiebildung mit einer geschlechtergerechten Haltung verbinden möchten.

Die Veranstaltung soll Raum für Ideen, Reflexion, Wissenstransfer und praxisnahe Methoden bieten, um geschlechtergerechte Demokratieförderung im Alltag zu verankern und zu stärken.
Dabei steht diese Frage im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit:

Wie kann Demokratiebildung gelingen, wenn Geschlechtergerechtigkeit als zentraler Wert verstanden wird – nicht als Zusatz, sondern als Voraussetzung?


09:30 – 09:45 Uhr: Ankunft & Anmeldung
09:45 – 10:00 Uhr: Begrüßung und Einführung durch die Veranstaltungsleitung
10:00 – 11:00 Uhr: Rallye
11:00 – 11:15 Uhr: Pause
11:15 – 12:30 Uhr: Workshopphase
12:30 – 13:30 Uhr: Pause (Vernetzung und Selbstversorgung)
13:30 – 15:30 Uhr: Workshopphase
15:30 – 16:00 Uhr: Verabschiedung

Workshop 1: “Feministische Rechte – warum gehen sie uns alle an?“
In diesem Workshop werfen wir einen gemeinsamen Blick auf feministische Rechte, ihre gesellschaftliche Bedeutung und ihre Wirkung auf unseren Alltag. Wo begegnet uns Geschlecht, wer nimmt welche Rollen, welche Räume ein und was hat das mit Demokratie zu tun.

Anhand von interaktiven Methoden, setzen wir uns mit Rollen, Rechten und Machtverhältnissen auseinander. Ziel ist es, Zusammenhänge sichtbar zu machen, Perspektiven zu wechseln und zu verstehen, warum die Beteiligung an gesellschaftlicher Entwicklung für eine lebendige, geschlechtergerechte Demokratie unerlässlich ist.

  • Jenni Viehweg-Schulz Betzavtatrainerin
  • Lisa Ball – KgKJH e.V.

Workshop 2: “Vorurteilsbewusste Erziehung als Basis demokratischer Bildung“
Unser pädagogisches Miteinander wird durch die vielfältigen Lebensrealitäten von Kindern und ihren Familien geprägt. Fachkräfte erleben täglich, wie unterschiedliche Identitätsmerkmale und Erfahrungen das Zusammenleben bereichern und zugleich Herausforderungen mit sich bringen. Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung stellt einen wichtigen Ansatz dar, um alle Kinder sowohl wertschätzend als auch demokratisch zu begleiten.
Der Workshop bietet theoretische Impulse, praxisnahe Methoden sowie konkrete Haltungsangebote. Dabei betrachten wir, wie Vorurteile und unbewusste Annahmen entstehen, wie sie Wahrnehmung und Entscheidungen prägen und wie ein bewusster, verantwortungsvoller Umgang damit gelingen kann. Zudem zeigen wir auf, wie Kinderbücher als pädagogisches Werkzeug genutzt werden können, um stereotype Bilder zu hinterfragen und abzubauen und vielfältige Lebenswelten wertschätzend darzustellen.

  • Ayu Sushanti Oka – Servicestelle „Interkulturelles Lernen in der Kita“, LAMSA e. V.
  • Jonathan Franke KgKJH e.V.

Workshop 3: „Helden, Rollen, Demokratie – Jungen zwischen Inszenierung und Mitgestaltung“
Jungen und junge Männer müssen sich entscheiden. Welche Rolle nehme ich ein? Stärke oder Verletzlichkeit? Wissen oder Nicht-Wissen? Anpassung oder Abgrenzung?

Diese Rollen stehen häufig unversöhnlich nebeneinander. Das erzeugt Dilemmata auf verschiedenen Ebenen, in unterschiedlichen Beziehungskonstellation, die häufig kaum reflektiert werden können. Die gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Diskurse lassen Jungen*und jungen Männern* wenig Raum für Ambivalenz. Demokratie erscheint abstrakt, während Anerkennung oft über Dominanz, Lautstärke oder klare Feindbilder organisiert wird. Performance wird zur Strategie, um handlungsfähig zu bleiben. Wer ruhig und different ist bleibt unsichtbar oder wird unsichtbar gemacht.

Demokratie ist geschlechtergerecht oder sie ist unvollständig.
Männer* und Jungen* sind Teil dieses Projekts und tragen Verantwortung für sein Gelingen.

  • Mathias Kühne – Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e.V.
  • Sebastian Scholz – KgKJH e.V.

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