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Fortbildung: Demokratie ist geschlechtergerecht!

20. April | 9:30 16:00

Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen der Hansestadt Stendal, dem Kreis-Kinder- und Jugendring Stendal e.V. und dem KgKJH LSA e.V. statt.

Demokratie lebt von Vielfalt – doch wie geschlechtergerecht ist sie wirklich? Und was braucht es, damit alle jungen Menschen ihre Stimme gleichberechtigt einbringen können?

Diese Veranstaltung in Stendal richtet sich an Fachkräfte aus Kinder- und Jugendhilfe, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft, die Demokratie aktiv und inklusiv gestalten wollen.

Gemeinsam gehen wir der Frage nach, warum Geschlechtergerechtigkeit ein zentraler Bestandteil lebendiger Demokratie ist – und welche Rolle Sie dabei in Ihrer täglichen Arbeit spielen.

Teilnehmer*innen können sich auf praxisnahe Impulse freuen und aus wählen drei Workshops, die konkrete Methoden und Ansätze bieten, wählen, um mit Kindern und Jugendlichen über Geschlechter-gerechtigkeit und demokratische Teilhabe ins Gespräch zu kommen.

Melde dich an und sei dabei!

Datum: 20.04.2026
Ort: “JFZ Mitte” – Altes Dorf 22, 39576 Stendal
Uhrzeit: 9:30 – 16:00 Uhr
Kosten: Die Veranstaltung ist kostenfrei. Wir bitten um eigenständige Versorgung mit Essen und Getränken für den Tag.

(angehende) Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, Verwaltung, Soziale Arbeit, politische Bildung sowie ehrenamtlich Engagierte, die Demokratiebildung mit einer geschlechtergerechten Haltung verbinden möchten.

Die Veranstaltung gibt Raum für Ideen, Reflexion, Wissenstransfer und praxisnahe Methoden.
Dabei steht folgende Frage im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit:
Wie kann Demokratiebildung gelingen, wenn Geschlechtergerechtigkeit als zentraler Wert verstanden wird – nicht als Zusatz, sondern als Voraussetzung?

Workshop 1: “Feministische Rechte – warum gehen sie uns alle an?“
In diesem Workshop werfen wir einen gemeinsamen Blick auf feministische Rechte, ihre gesellschaftliche Bedeutung und ihre Wirkung auf unseren Alltag. Wo begegnet uns Geschlecht, wer nimmt welche Rollen, welche Räume ein und was hat das mit Demokratie zu tun.

Anhand von interaktiven Methoden, setzen wir uns mit Rollen, Rechten und Machtverhältnissen auseinander. Ziel ist es, Zusammenhänge sichtbar zu machen, Perspektiven zu wechseln und zu verstehen, warum die Beteiligung an gesellschaftlicher Entwicklung für eine lebendige, geschlechtergerechte Demokratie unerlässlich ist.

  • Jenni Viehweg-Schulz Betzavtatrainerin
  • Lisa Ball – KgKJH e.V.

Workshop 2: “Vorurteilsbewusste Erziehung als Basis demokratischer Bildung“
Unser pädagogisches Miteinander wird durch die vielfältigen Lebensrealitäten von Kindern und ihren Familien geprägt. Fachkräfte erleben täglich, wie unterschiedliche Identitätsmerkmale und Erfahrungen das Zusammenleben bereichern und zugleich Herausforderungen mit sich bringen. Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung stellt einen wichtigen Ansatz dar, um alle Kinder sowohl wertschätzend als auch demokratisch zu begleiten.
Der Workshop bietet theoretische Impulse, praxisnahe Methoden sowie konkrete Haltungsangebote. Dabei betrachten wir, wie Vorurteile und unbewusste Annahmen entstehen, wie sie Wahrnehmung und Entscheidungen prägen und wie ein bewusster, verantwortungsvoller Umgang damit gelingen kann. Zudem zeigen wir auf, wie Kinderbücher als pädagogisches Werkzeug genutzt werden können, um stereotype Bilder zu hinterfragen und abzubauen und vielfältige Lebenswelten wertschätzend darzustellen.

  • Ayu Sushanti Oka – Servicestelle „Interkulturelles Lernen in der Kita“, LAMSA e. V.
  • Jonathan Franke KgKJH e.V.

Workshop 3: „Helden, Rollen, Demokratie – Jungen zwischen Inszenierung und Mitgestaltung“
JJungen und junge Männer müssen sich entscheiden: Welche Rolle nehme ich ein? Stärke oder Verletzlichkeit? Anpassung oder Abgrenzung? Diese Rollen stehen häufig unversöhnlich neben-einander.

Das erzeugt Dilemmata auf verschiedenen Ebenen, in unterschiedlichen Beziehungskonstellationen, die häufig kaum reflektiert werden können. Die gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Diskurse lassen Jungen* und jungen Männern* wenig Raum für Ambivalenz. Demokratie erscheint abstrakt, während Anerkennung oft über Dominanz, Lautstärke oder klare Feindbilder organisiert wird. Performance wird zur Strategie, um handlungsfähig zu bleiben. Wer ruhig und different ist, bleibt unsichtbar oder wird unsichtbar gemacht.

  • Mathias Kühne – Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e.V.
  • Sebastian Scholz – KgKJH e.V.

JFZ Mitte

Altes Dorf 22
Stendal, 39576 Germany
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