Das Konzept Reproduktive Gerechtigkeit verbindet reproduktive Rechte mit sozialer Gerechtigkeit und wurde in den 1990er Jahren von Schwarzen Feministinnen in den USA geprägt. Es basiert (verkürzt) auf drei zentralen Forderungen:
1. Das Recht, ein Kind unter selbstgewählten Bedingungen zu bekommen.
2. Das Recht, kein Kind zu bekommen.
3. Das Recht, Kinder in einer sicheren und gesunden Umgebung frei von Gewalt großzuziehen.
Jüngere Aktivistinnen ergänzten das Konzept um:
4. Das Recht auf sexuelle Autonomie, geschlechtliche Selbstbestimmung und sexuelle Lust.
Queere Menschen erleben strukturelle Hürden beim Zugang zu Gesundheitsversorgung, reproduktionsmedizinischen Angeboten, rechtlicher Anerkennung von Elternschaft und dem selbstbestimmen Ausleben ihrer Sexualität. Diese Perspektiven möchten die Veranstalter*innen sichtbar machen.

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